Im Wald und an seinen Rändern (seit 2016)

Wenn ich mit meiner Kamera einen Waldweg entlang gehe, schaue ich mich um, um einen Blick zu finden, den ich als Bild verwenden könnte. Doch schon dieser Entschluss, mich so umzusehen, hat nicht nur zur Folge, dass sich mein Blick auf den Wald vollkommen verändert, sondern dass sich das Aussehen des Waldes ebenso vollkommen verändert: Er wird zur Projektionsfläche  meiner Ideen. Und so geht es hier nicht mehr um Sträucher und Bäume, sondern um Farben, Flächen Komposition und eine von mir konstruierte Bedeutungen. Eine Konstruktion die sich aber immer auch auf die Geschichte des Mediums, mit dem ich arbeite, beruft. So sind meine Bilder nicht Bilder über Natur, sondern Bilder über unseren Umgang mit den Bildern von Natur. Und damit auch ein Beispiel dafür, dass der Zustand der Dinge davon abhängt, wie wir sie ansehen.“

Wald ist dabei für ihn ein gutes Beispiel: Für uns ist er Natur, obwohl er doch zumeist ein Kulturraum ist. Er ist von Menschen gemacht – gehegt, gepflegt und dann gerodet. Er verändert sich rasant und produziert ständig eine Menge neue Biomasse. Doch dies blenden wir in unseren Betrachtungen meist aus und nehmen den Wald als eine Art freien Raum wahr, den die Natur gegen uns zurückzuerobern scheint. So ist „Im Wald und an seinen Rändern“ eben nicht in erster Linie als Naturstudie, sondern als Fortsetzung seiner Arbeiten zur Veränderung unserer Wahrnehmung durch unseren veränderten Umgang mit Bildern gedacht. In diesem Sinne sind auch diese Bilder – Bilder über Bilder


#2017038  o. T. (Rio Claro Resort I, Kolumbien)


# 2017042 o. T. (Park Arvee IV, Meddelin)


#2016066 o. T. (bei Berlin III)


#2017039 o. T. (Rio Claro Resort V, Kolumbien)


#2017043 o. T. (Am Fenngraben IV, Berlin) #2017043