Divergiernde Realitäten

Mit „Divergierende Realitäten“ untersuche und interpretiere ich künstlerisch, wie sich die Wahrnehmung der Realität durch selektiven, von Algorithmen und Social Bots gesteuerten Medienkonsum verändert und was dies für die Zukunft unserer Gesellschaft bedeutet.

Um diese Situation zu erfassen, habe ich ein Firefox Plug-in programmieren lassen. Mithilfe dieses Plug-ins werde ich bei einhundert Freiwilligen anonymisiert alle Bilder aufzeichnen, die diese in einem Zeitraum von drei Monaten in ihrem Browser sehen. Ich werde diese Bilder zählen, gewichten, sortieren, gruppieren, katalogisieren und einordnen.
Bald geht es los!

 

Divergierende Realitäten

In Einer Welt der ALgorithmen

Das Projekt

Heute wird unsere Kommunikation immer komplexer und unüberschaubarer und mit der Verlegung ins Digitale auch nicht mehr nachhaltbar. Wer kann heute noch nachvollziehen, was er/sie gestern auf welcher Webseite gesehen hat und wie dieser Strom an Information das eigene Bild der Welt verändert hat. Und wie ist das vergleichbar mit den Medieneindrücken eines beliebigen Gegenübers, das andere, vielleicht ähnliche, oder aber total verschieden Bilder zu sehen bekommen hat.

 

 

 

 

 

 

Das treibt mich an

Unser Bilder Stream

Für die Wirkung von Bildern gibt es viele Kriterien. Aber zuallererst ist entscheidend, was wir überhaupt zu sehen bekommen.
Sieht das Bild heute noch so aus, wie es gestern aussah?
Ist mein Bilderstream vollständig oder habe ich blinden Flecken?
Ist das Bild authentisch oder ist es manipuliert?
Ist eine Quelle verlässlich und die Bildunterschrift authentisch?
Was sieht mein Gegenüber, das ich nicht zu sehen bekomme?
Kann ich meine Persönlichkeit noch frei entfalten, wenn ich meine Entscheidungen aufgrund von gelenkten Informationen treffe?

 

 

 

 

 

Über den Initiator

Martin Zellerhoff

Martin Zellerhoff   wurde 1964 in Düsseldorf geboren. Er studierte in Berlin, Essen, Leipzig und Helsinki. Zellerhoff lebt heute in Berlin.

Zellerhoff dokumentiert in seinem Oeuvre das fotografische Equipment als technische Artefakte einer aussterbenden Spezies. Er untersucht aber auch die tief greifende Veränderung, die technische, von Maschinen erzeugte, Bilder für unsere Wahrnehmung bedeuten, sowie deren Auswirkung auf soziale Gebräuche. Zellerhoffs Arbeit ist eine Auseinandersetzung mit einem Transformations-Prozess in Echt-Zeit, dessen Folgen weit umfassender sind als der Ersatz der Schwarzweiß- durch die Farbfotografie.

Sie thematisiert die digitalen Verbreitungsmöglichkeiten genauso wie die damit verbundenen Fragen von der Betrachtung der Fotografie als Bild oder Werk in einer Welt, in der das idealisierte Bild zunehmend das dokumentarische ablöst.

Die Tür, die Zellerhoffs Fotografie aufstößt, „adressiert ein zentrales Problem nicht nur der Kunst, sondern unserer Wissenskultur insgesamt“, so der Kunstkritiker Hans-Jürgen Hafner.

Martin Zellerhoffs Arbeiten werden international ausgestellt und befinden sich in bedeutenden Sammlungen wie zum Beispiel dem Metropolitan Museum, New York, oder der Sammlung Gaby und Wilhelm Schürmann in Herzogenrath.

Impressum: Martin Zellerhoff  – Steinmetzstr. 4 – D-10783 Berlin
+49-151-212-44-326 –  info@zellerhoff.org – ust id: de207514015

 

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