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Ausstellung:

Martin Zellerhoff
Im Wald und an seinen Rändern

Bilder in Farbe und Schwarz-Weiss

17. März – 09. Mai 2018
Öffnungszeiten:
28 . April 2018, 12:00 – 18:00
29. April 2018, 12:00 – 18:00
30. April bis 09. Mai 
nur nach Vereinbarung

Showroom Glampe
Südstern 6
1. Etage
10961 Berlin

und nach Vereinbarung
http://glampe.zellerhoff.org
ÖPNV: U7 Südstern

Über die Ausstellung

In der Ausstellung „Im Wald und an seinen Rändern“ zeigt Martin Zellerhoff Waldstücke und Landschaften. Sein Ausgangspunkt ist der scheinbare Widerspruch zwischen unserer Sehnsucht nach Natur und dem Wissen, dass von der Natur bald nicht viel mehr als ein romantisierendes Bild bleibt, wenn wir Menschen nicht unser Verhalten ändern.

Unser Entschluss uns umzusehen, hat nicht nur zur Folge, dass sich unser Blick verändert, sondern dass sich der Betrachtungsgegenstand ebenso verändert: Er wird zur Projektionsfläche unserer Ideen. Und so geht es Martin Zellerhoff nicht um Sträucher und Bäume, sondern um Farben, Flächen, Komposition und eine von ihm konstruierte Bedeutung. Seine Bilder sind nicht Bilder über Natur, sondern Bilder über unseren Umgang mit den Bildern von Natur. Und damit auch ein Beispiel dafür, dass der Zustand der Dinge davon abhängt, wie wir sie ansehen.

Wald ist dabei für ihn ein gutes Beispiel: Für uns ist er Natur, obwohl er doch zumeist ein Kulturraum ist. Er ist von Menschen gemacht – gehegt, gepflegt und dann gerodet. Er verändert sich rasant und produziert ständig eine Menge neue Biomasse. Doch dies blenden wir in unseren Betrachtungen meist aus und nehmen den Wald als eine Art freien Raum wahr, den die Natur gegen uns zurückzuerobern scheint. So ist Im Wald und an seinen Rändern eben nicht in erster Linie als Naturstudie, sondern als Fortsetzung seiner Arbeiten zur Veränderung unserer Wahrnehmung durch unseren veränderten Umgang mit Bildern gedacht. In diesem Sinne sind auch diese Bilder – Bilder über Bilder.

Kern der künstlerischen Arbeit von Martin Zellerhoff ist eine kritische Untersuchung des Mediums Fotografie sowie ihre Wirkung auf unsere Wahrnehmung. Mit der eigenen Geschichte als Einstieg und der Entwicklung des Mediums im Hintergrund zeigt uns der Künstler, wie die Veränderung unseres Umgangs mit technischen Bildern unser Verständnis von Realität beeinflusst.

In his exhibition entitled “In the forest and on its edges” Martin Zellerhoff presents his images of woodland and other landscapes. This show contains the result of the artist delving into the apparent discrepancy between a yearning for nature and the awareness that, if humanity continues to behave the way it presently does, only a romanticised notion thereof will remain.

Having a look around not only alters the way we see things; it also changes what we are gazing at itself. It becomes a surface on to which we project our ideas.
Martin Zellerhoff not only captures depictions of shrubs and trees that he encounters; he works with the colours, surfaces, compositions and is able to construct some semblance of meaning therein. His works are not mere depictions of nature,; they deal with how humans treat depictions of nature. This is then but one example of how a situation depends on how it is perceived.

Forests are a good example of the gap between perception and reality: people see them as unspoilt nature although they are largely man-made. Human beings shape forests, first taking care of and then clearing them. The forest is constantly in flux, producing new biomass material. Yet from our limited human perspective, woodlands are seen as where nature overcomes human encroachment. In and on the margins of a forest, this divergence is evident: Zellerhof’s images are not primarily studies of nature as much as a continuation of his examination into how human perception changes through the ways that people deal with imagery. From this perspective, these pictures are about pictures themselves.

Martin Zellerhoff’s work is both a critical examination of the medium of photography itself and on the impact that it has on perception. Through personal history and developments in the medium, the artist presents how changes that have occurred in how we deal with technical images have an effect on our perception of reality

Abbildung:
o. T. (Rio Claro Resort I, Kolumbien), #2017038,
110,0 x 140,0 cm, © Martin Zellerhoff, Berlin

Konzert:

Katrin Dasch u. Peter Dasch
Robert Schumann:
Liederkreis op. 39 nach
Joseph von Eichendorff u. a.
(Klavier & Bariton)

Sonntag, 22. April 18
12:00 Uhr
Um eine angemessene Spende wird gebeten.